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Ohne Tiefschlaf steigt der Blutdruck | Studien

Neue Studie zum Thema Bluthochdruck

Ohne Tiefschlaf steigt der Blutdruck


Zahlreiche Studien belegen bereits Zusammenhänge von Schlafstörungen und größeren Risiken für Herzerkrankungen und Übergewicht. Auswirkungen können sogar die Lebenserwartung reduzieren. Nun wird eine Fachzeitschrift für Bluthochdruck zum ersten Mal konkret:

Entscheidend ist nicht nur, wie lange jemand schläft, sondern es kommt ganz besonders auf jede einzelne Minute der Schlaftiefe an.

Forscher der Harvard Medical School konzentrierten sich auf die raren 90 bis 120 Minuten einer Nacht, in denen Gesunden wirklicher Tiefschlaf gegönnt ist. Sie rekrutierten 784 Männer mit normalem Blutdruck und ließen jeden von ihnen zu Hause durch eine kleine Maschine zur Ermittlung der Schlafwellen überwachen. Das ging 42 Monate so.

Normalerweise macht Tiefschlaf etwa 25 Prozent einer Nacht aus. In dieser Phase werden die Gehirnströme abgeschwächt, ebenso der Herzschlag und die Ausschüttung von Stresshormonen. Wird dann der Blutdruck gemessen, liegen die Werte in der Regel um zehn Punkte niedriger. Der nächtliche Druckabfall wird sehr positiv bewertet. Eine Kondition, bei der er unterbleibt, gilt als Risikofaktor für Herzerkrankungen.

Es zeigte sich: Jene Männer, bei denen diese wichtige Regenerationsphase auffallend verkürzt war, reagierten in der Regel nachts mit einer Erhöhung des Blutdrucks in gefährliche Dimensionen (einige der Untersuchten kamen nur auf vier Prozent Tiefschlaf pro Nacht, eine knappe Viertelstunde). Die meisten von ihnen hatten generell gestörten und verkürzten Schlaf.

Anti-Aging-Mediziner messen einer ausreichenden Versorgung mit dem vom Körper produzierten sogenannten Schlafhormon Melatonin eine größere Bedeutung bei als ihre Kollegen. Als Mutterhormon der Chronobiologie steuert es nicht nur das Schlafverhalten, sondern die Tätigkeit aller Organe.

So ist erwiesen, dass der im Alter häufige Mangel an Melatonin nachts die Leber orientierungslos lässt – mit Auswirkungen auf den Zuckerstoffwechsel. Deshalb wird bei der individuellen Beratung und Behandlung eines Patienten auch die Möglichkeit der Ergänzung der körpereigenen Produktion des Schlafhormons in Erwägung gezogen.

Melatonin-Präparate sind verschreibungspflichtig. Das Hormon wird nach der Einnahme schnell freigesetzt und abgebaut, weshalb vernünftigerweise in chronobiologischer Dosierung eine langsam agierende Hormonbereitstellung hinzugefügt wird. Dann reicht die Einnahme einer Kapsel für eine lange und schlaferfüllte Nacht.

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